Hier shooten Aschaffenburger Fotografen am liebsten Teil III

Na, habt ihr noch genug Puste für mehr Fotografie-Futter? In Teil I waren blendstufe.de, art obscura photography und Timo Raab Fotografie dabei. Martin Kühn Fotogafie, Julia Knörzer Photography und Alexander Staab Photography haben Fototipps in Teil II gegeben.

Im dritten Teil sprachen wir mit Tobias Etzer von Etzer.de, Silke Hufnagel Fotografie sowie mit Katja und Bernd Hofmann von linsengerecht.de. Sie  haben uns erzählt, was sie persönlich mit Aschaffenburg verbinden und zu welchen Locations sie hinpilgern, um schöne Fotos zu machen. Viel Spaß beim Lesen! Wenn euch die Bilder gefallen, schaut doch mal auf deren Seiten vorbei. Folgt uns auf Facebook, um den vierten und letzten Teil nicht zu verpassen.

„Try and error – das Ergebnis zählt.“
Katja und Bernd Hofmann von linsengerecht.de

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„Aschaffenburg bedeutet für uns ein vertrautes, sympatisches und schönes Stück Heimat. Wenn wir uns einen Lieblingsplatz raussuchen müssten, dann wäre es aktuell die ehemalige Gärtnerei Löwer, die aber leider bald abgerissen wird. Im Rahmen der Menschwerkausstellung konnten wir eine florale Serie in Zusammenarbeit mit Tina Imgrund von der „florale Werkstatt crecendo gewachsen“ fotografieren und sind hin und weg von der Kulisse und den lichtdurchfluteten Räumen.

Viele unsere Fotos entstehen im Studio. Wir nutzen aber auch gerne Locations in der Umgebung als Kulisse. Obwohl wir unser Aschaffenburger Schloss, Schönbusch und den Nilkheimerpark toll finden, haben wir noch nie dort fotografiert. Wir sind eher auf der Suche nach abgeschiedenen Locations ohne viel Publikumsverkehr. Wir mögen z.B. Unterführungen oder auch die graue Einhausung der Autobahn.

Als kleinen Alltagstipp können wir nur empfehlen, immer einen Reflektor (silber oder weiß) dabei zu haben, um im Notfall das Gesicht aufhellen zu können. Zur Not tut´s auch irgendwas anderes Weißes, ein Din A4 Blatt oder so. Unser technischer Tipp: try and error – das Ergebnis zählt.

Unsere Inspirationen holen wir oft einfach aus den Sachen, die uns zur Verfügung stehen. Wir haben einen großen Fundus an alten Klamotten, Spielsachen, aufblasbaren Tieren und Accessoires. Dann schauen wir, was am besten zum jeweiligen Model und dem Set/der Bildidee passt. Viele Ideen entstehen aber auch spontan. Wenn wir in einer Location oder der Natur etwas sehen, das uns inspiriert, wird das zu unseren Zwecken umfunktioniert.“

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©linsengerecht.de

„Weniger ist mehr!“
Tobias Etzer

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„Am meisten mag ich an Aschaffenburg die Nähe zur Natur. Egal ob mit dem Mountainbike oder dem Motorrad, ich liebe es, bei gutem Wetter die heimischen Wälder und Landstraßen unsicher zu machen. Die meisten meiner Lieblingsplätze befinden sich demnach in der Natur, das Naturschutzgebiet um den alten Exerzierplatz in Schweinheim zum Beispiel.

Obwohl die meisten meiner Arbeiten in meinem Studio entstehen, mag ich für Portraits besonders gerne schlichte, urbane Hintergründe. Der Aschaffenburger Hafen bietet dafür die perfekte Kulisse. Durch seine günstige Lage hat man hier außerdem im Sommer abends phantastisches Licht, so dass man sich das Schleppen einer Blitzanlage und Reflektoren meistens sparen kann.

Mein Tipp: Weniger ist mehr! Privat habe ich oft nur eine 35mm Festbrennweite und einen Body dabei. Mit wachsender Ausrüstung ist man immer versucht, auch immer für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Vor lauter Schleppen gerät das eigentliche Fotografieren schnell in den Hintergrund.

Aschaffenburg bedeutet für mich in erster Linie Heimat. Hier fühle ich mich zuhause, habe meine Freunde und die Natur vor der Haustüre. Warum sollte ich hier jemals wegziehen wollen?“

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©Etzer.de


„Am liebsten beobachte ich Menschen!“

Silke HufnagelSilkehutnagel-ChristianeCloete-1604-6954

„Einen ganz bestimmten Lieblingsplatz habe ich nicht. Ich mag weite Wiesen und Felder genauso wie Mauern und Hausflächen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man fast überall interessante Bilder gestalten kann.

Mein Alltagstip lautet, Perspektive wechseln: von oben, von unten, von links und von rechts. Oft ergibt sich so ein Bild, auf das man zuvor gar nicht so gekommen wäre.

Mich inspirieren Menschen und das Leben an sich…. Ich stöber auch gerne durch kreative Blogs und in Zeitschriften. Das Inspirationsboard Nr. 1 ist mit Sicherheit Pinterest. Ich glaube, hier gibt es wirklich ALLES, was man braucht, von Architektur über Mode zu Rezepten bis hin zu Zitaten.

Als Hochzeitsfotografin inspirieren mich vor allem Fotografen wie Carmen and Ingo Photography und Nadia Meli. Ich liebe die Farben ihrer Bilder und dass sie so natürlich und ungestellt sind.
Das ist es, was ich auch auf meinen Bildern transportieren möchte: natürliche und gefühlvolle Momente, die den Betrachter sofort mitnehmen und berühren.

Aschaffenburg bedeutet für mich Heimat. Ich mag an Aschaffenburg, wie man hier seine Freizeit geniessen kann: Ob man am Main entspannen oder auf den vielen guten Festivals feiern will. Alles dabei, gerade jetzt wieder, mit dem Sommer in Aschaffenburg.“

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©Silke Hufnagel

Im vierten und letzten Teil stellen wir Analog-Fotograf Georg Schmidt sowie Manuel Kunkel Fotografie und Newcomerin Störtebeker Photography vor.