Hier shooten Aschaffenburger Fotografen am liebsten Teil II

Die Reise durch die Heimat geht weiter: Wie vielseitig unser kleines Städtchen Aschaffenburg ist, haben wir in Teil I  schon beleuchtet. Mit dabei waren blendstufe.de, art obscura photography und Timo Raab Fotografie. Sie haben Fototipps gegeben und ihre Lieblingsecken in Aschebersch verraten.

In Teil II stellen sich Martin Kühn Fotogafie, Julia Knörzer Photography und Alexander Staab Photography vor und liefern euch einen Einblick in ihre Arbeitsweise. Viel Spaß beim Inspirieren lassen! Und lasst ein Like auf ihren Fan-Seiten, wenn ihr die Arbeit von ihnen mögt.

„Wer analog fotografiert, wird besser, definitiv!“
Martin Kühn Fotografie

martinkuehn

 

„Ich finde das Hafengebiet (Bayernhafen) am besten zum Fotografieren in Aschaffenburg, zumindest wenn es um meine Shootings geht (Peoplefotografie). Dort bieten sich viele verschiedene Möglichkeiten an. Aber auch die Innenstadt hat Ihren Reiz für mich. Ich mache ja ab und zu Shootings mitten in der Stadt z.B. auf der Straße direkt vorm Hauptbahnhof
Es lassen sich fast überall schöne Bilder machen, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht und etwas kreativ und fotografieverrückt ist.

Mein Tipp: Kreativ sein, viel ausprobieren und experimentieren. Dadurch lernt man dazu! Auch Fehler machen, um nachher zu sehen „okay, das mache ich das nächste Mal anders“ – dadurch wird man besser! Ich habe immer eine Kamera dabei und wenn es nur das iPhone 6 Plus ist. Aber da dieses Smartphone eine bessere Bildqualität hat, als die meisten Kompaktkameras mit Minisensor, ist das mehr als gut.

Auch irgendeine analoge Kamera habe ich immer greifbar. Ja, ich fotografiere nebenbei auch noch analog. Auch das ist ein Tipp, fotografiert mit Film.… da überlegt man sich vor jeder Aufnahme: „Mach ich das jetzt so oder nicht“? Wer analog fotografiert, wird besser, definitiv! Ich tu es seit Mitte der 90er.

Ich lasse mich im Internet inspirieren. Ich verfolge sehr viele Fotografen-, Künstler- Modelseiten bei Facebook, Instagram und verschiedene Blogs und Fotoseiten wie Flickr und 500px. Dort gibt es jede Menge Inspiration.“

 

Paula by Martin Kühn on 500px.com©Martin Kühn Fotografie: Portrait am Hauptbahnhof

 

„Ich bin verloren, wenn ich keine Möglichkeit habe, mein Model angelehnt an einer Wand festzuhalten.“
Julia Knörzer

„Aschaffenburg hat unheimlich viele schöne Plätze und vermutlich kenne ich nicht mal die meisten. Ganz beliebt ist unser Leiderer Hafen – ob für Brautpaarshootings, Portrait- oder Businessaufnahmen. Hier habe ich mich schon sehr häufig ausgetobt. Graffittiflächen unter den Brücken sind auch immer beliebt und werden regelmäßig neu besprüht, so dass man immer neue Hintergrundmotive hat. Für meine Arbeit brauche ich Mauern – und bin verloren, wenn ich keine Möglichkeit habe, mein Model angelehnt an einer Wand festzuhalten.

Ich fotografiere sehr gerne am und um unser Schloss herum. Hier bieten sich ganz viele schöne Möglichkeiten. Mit meinen Brautpaaren habe ich oftmals nur ein bestimmtes Zeitfenster und bin dankbar für viele unterschiedliche Motive und Kulissen, die ich in kurzer Zeit nutzen kann. Das meist blühende Pompejanum, der wunderschöne Blick auf den Main, Mauern, Treppen, eine wunderschöne Brücke und viel Grün lassen fast keine Wünsche offen. Kurze Wege und eine unfassbare Vielfältigkeit.

Wenn ich anderen einen Tipp mitgeben kann, dann ganz klar – geladene Akkus und Ersatzausrüstung ;)! Als Hochzeitsfotografin habe ich immer jede Menge dabei. Das meiste wird nicht genutzt, aber für Notfälle bin ich sehr gut ausgerüstet. Wechselkleidung, Schuhe und Getränke. Sonnenbrille an sonnigen Tagen lässt die Augen kurz erholen und Riegel für die Fahrten zwischen den Locations.

Am meisten inspirieren mich meine Ergebnisse. Ganz ehrlich, es gibt fast nichts Schöneres, als die fertigen Werke zu betrachten und sich zu fragen: Habe ICH diesen Moment festgehalten? Und festzustellen, dass man eine Erinnerung an einen unvergleichlich schönen Moment für die Ewigkeit erschaffen hat. Diese Emotion, die diese Aufnahme immer wieder beim Betrachten auslösen wird, ist einfach pure Erfüllung!

Aschaffenburg bedeutet für mich mittlerweile ein Stück Heimat, obwohl ich hier nicht aufgewachsen bin. Für mich eine der schönsten Umgebungen – hier bin ich gerne.“ 😉

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©Julia Knörzer: Model Mona Kunkel am Leiderer Hafen

 

„Seid ihr Freund – aber nicht der Fotograf, der sich hinter der Linse versteckt.“
Alexander Staab

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„Aschaffenburg bedeutet für mich: mein Zuhause, mein Ruhepol und mein Ort, an dem ich kreativ und gleichzeitig unter Freunden sein kann. Mein Lieblingsort ist definitiv die Natur rund um das Städtchen, sei es ein gelb blühendes Feld oder eine schöne Lichtung – es braucht nicht viel! Sehr gerne fotografiere ich auch den industriellen Flair im Hafen oder die urbane Schönheit der Innenstadt.

Mein Tipp für jeden Fotografen: Beschränkt euch auf die Basics! Kamera, ein Objektiv und los geht´s! Ihr könnt auch in eurem Hinterhof die besten Portraits schießen, es muss nicht immer die groß angepriesene Location sein! Seid mit euren Modellen auf einer Wellenlänge, lasst euch auf sie ein und gebt ihnen das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Fragt nach ihrer Lieblingsmusik! Seid ihr Freund – aber nicht der Fotograf, der sich hinter der Linse versteckt.

Ich lasse mich immer wieder von den ganzen neuen Eindrücken der Stadt inspirieren, die man im Alltag doch eher unbewusst links liegen lässt. Manchmal muss man mit anderen Augen und der Lieblingsmusik im Ohr durch die Stadt oder die Natur schlendern, dann kommen meistens die besten Ideen.“

Rebecca
©Alexander Staab: Shoot im Umland

Mehr Lesestoff gesucht? In Teil III sprechen wir mir Tobias Etzer von Etzer.de, Silke Hufnagel Fotografie sowie mit Katja und Bernd Hofmann von linsengerecht.de.